Wie bist zu dazu gekommen, dass du ein Blog gemacht hast?
Ich bin seit 2001 online, mit reinem HTML. Das wollte ich beseitigen und mit CMS arbeiten. Allerdings war es mir wichtig, dass ich validen Code habe - und das war damals nicht weite verbreitet. Und so bin ich zu WordPress gekommen. Am Anfang stand die Anforderung Bloggen also nicht im Vordergrund, sondern einfach die Verwaltung mittels Backend.
Die Möglichkeiten von WordPress haben mich dann überzeugt, die Möglichkeiten Kommentare, Ping- und Trackback machen die Artikel schnell bekannt. Es machte immer mehr Spaß - vor allem die Kontakte zu Lesern machten Freude und so ist ein Artikel nach dem anderen entstanden.
Wieso hast du dich mit WordPress befasst?
Wie schon in der vorhergehenden Frage angedeutet, WordPress hatte die nötigen Vorraussetzungen und produzierte schon in den Anfangszeiten valides xHTML.
Deine Meinung über WordPress? Die beste Blogsoftware?
Ich bin überaus zufrieden mit WordPress - so viel dazu. Ob es die beste ist? - kann ich nicht beurteilen. Ich bin schon so weit eingestiegen und zufrieden, dass ich Fehler und nicht vorhandene Features toleriere. Was ist schon das Beste? Wenn man den Bereich Software auf dem Markt beleuchtet, und ich habe viel mit Business-Software zutun, dann gibt man sich schnell mit Kompromissen zufrieden. Ich denke die Frage - die beste Blogsoftware - stellt sich nicht. Jeder Anwender sollte sich fragen: Was soll meine Software können und bediene ich damit meine Wünsche. WordPress ist Open Source und hat, so meine ich, einen außerordentlich guten Support und eine außerordentlich große, liebe und schnelle Community.
Bist du Plugin süchtig?
In wie fern ist das gemeint - Installation, Anwenden oder Erstellen?
Kommen wir zur ersten Möglichkeit, der Installation. Ich schaue mir immer wieder gern Lösungen an, denn es gibt einfach immer wider tolle Ideen. Allerdings schaue ich mir diese Lösungen auf meinem Testsystem an und damit kann man unbekümmert spielen.
Bei der Anwendung sieht es anders aus. Prinzipiell tendiere ich dazu, so wenig wie möglich Plugins. Allerdings möchte ich auch einen gewissen Komfort haben, also kommt dann doch das eine oder andere Plugin hinein. Bei der Verwendung von Plugins versuche ich immer eine Lösung zu finden, die die Datenbanklast möglichst klein hält,.
Die dritte Möglichkeit geht vom Erstellen von Plugins aus. Auch hier würde ich sagen: ich bin nicht süchtig. Aber es ist definitiv so, dass man beim Erstellen von Plugins einen Vorteil gegenüber anderen Anwendungen hat - das Ergebnis ist relativ schnell ersichtlich und das mag ich. Die meisten Plugins sind durch Probleme und Wünsche von Usern entstanden. In erster Linie waren es schnelle und einfache Lösungen.
Durch das Anbieten der Lösungen auf das Blog wurden sie dann meist erweitert oder verfeinert.
Wie wird es mit deinem Blog weitergehen? Änderungen geplant in der Zukunft?
Das wir die Zukunft zeigen. Es gibt keine Pläne. Ich blogge was bewegt und gefällt, mal mehr, mal weniger. Großartige Veränderungen wird es wohl nicht geben, der Umstieg auf Version 2.2 von WordPress ist nicht geplant, da ich Aufwand und Nutzen abwäge, und da ist die positive Bilanz zu Gunsten der aktuellen Version 2.0.* gefallen. Ich finde für meinen Blog habe ich keinen Mehrwert mit der neuen Version.
Wie kommst du auf das Design - was verbindet dich damit In der ersten?Version des Blogs stand das Kubrick-Theme, womit ich gelernt habe und nach und nach ein angepasstes Theme entstanden ist.
Irgendwann wollte ich dann ein eigenes Theme, beginnend bei Null - möglichst klein und schnell. So entstand die Idee. Das Theme war dann ein Prozess: die Idee im Kopf wurde zur Skizze auf dem Papier. Schnell waren die Templates erzeugt und dann habe ich mit CSS das Design umgesetzt. Der Contentbereich ist rechts, entgegen allen gängigen Blog-Themen. Das ist in Anlegeung an die alte Regel für Webseiten, Navigation oben oder links und Content rechts oder darunter. Außerdem wollte ich mal was anderes machen, einfach so.
Wie bist du auf den Namen bzw. die Url gekommen?
Die URL ist mein Nachname.
Schreibst du täglich komme was wollte oder sagst du auch…ne heute mal nix schreiben?
Ganz klar: nur dann, wenn ich es für sinnvoll erachte und Lust habe.
Das Blog ist reines Hobby und soll Spass machen. Ich verbiege mich nicht und mache es nur dann wenn ich will.
Allerdings ist meine Natur so, dass ich anderen Menschen gerne helfe, obwohl ich ein technisches Studium besucht habe.
Damit meine ich vor allem die vielen Supportanfragen, die ich immer wieder bekomme, damit verbringe ich mittlerweile pro Tag so einiges an Zeit. Das stinkt mir manchmal, dann gefällt es wieder, da ich auch immer dankbar für Hilfe bin. Wichtig ist nur, die Leute müssen einfach ein wenig Geduld haben
Würdest du nochmal von Vorne anfangen? Warum? Warum nicht?
In der Regel identifiziert man sich mit das Blog. Bei mir ist das so, zum Inhalt stehe ich. Wenn ich noch mal von Vorne anfange, dann könnte das Thema ganz anders aussehen, denn das Blog lebt von meinen Problemen und wie ich sie löse - das ist der Kern meiner Beiträge. Ich habe das System schon mal neu aufgesetzt, nach einem Serverumzug, allerdings wurden da alle Artikel wieder eingespielt und für den Leser gab es keinen Neustart.
In sofern, ich will nicht neu starten, ich will meine Erfahrungen und das damit verbundene Wissen behalten.
Hast du irgendwelche Vorbilder, die dich zum Bloggen angeregt haben?
Nein, es gibt in der Bloggosphäre keine Vorbilder für mich. Als mein Blog entstanden ist, war mir die Bloggosphäre noch kein großartiger Begriff und die Kenntnis in der Blogwelt war sehr klein. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe toller Blogs und toller Autoren. Es wäre unfair, wenn ich einige meiner Favoriten nennen würde und dabei den einen oder anderen vergessen hätte - im Eifer des Gefechts. Ich wünsche mir für die Zukunft noch mehr Farben und Vielfältigkeit in der Bloggosphäre.
Sagt dir A-B-C-Blogger was? Blogst du für dich oder für andere?
Ja, aber die Kategorisierung in der Bloggosphäre halte ich in diesem bereich für absurd. Die Vergleichfans haben genügend Möglichkeiten, wie zuverlässig die Werte und Auswertestrategien auch seinen mögen.
Ich finde, ein Blog ist dann erfolgreich, wenn der oder die Autoren daran Spaß haben und positives Feedback bekommen. Egal ob sie in A, B oder C-Blogger sind. Wie lange gilt so eine Kategorisierung schon. Hat das Blog heute 100 Leser, kann das Blog morgen schon nur mit 20 da stehen.
Natürlich blogge ich für andere - aber ich verbiege mich nicht. Ich blogge, was mir gefällt und mich bewegt, nicht was andere wollen - egal für welchen Preis. Wollte ich aber die Inhalte für mich behalten, dann würde ich nicht bloggen, sondern maximal eine statische Website pflegen, ohne Möglichkeit der Kommunikation.
Werden wir von dir mal einen Podcast zu hören bekommen? Bzw wie bist du auf die Idee gekommen?
Sage niemals nie - heißt es. In naher Zukunft wird es aber sicher nicht dazu kommen. Ich bin noch immer ein Fan der klassischen Art - Buchstaben, schwarz auf weis. Ich finde, dass die Konzentration beim Lesen höher ist als beim Zuhören. Ähnlich verhält es sich mit Hörbüchern - ich habe keinerlei Bezug und kann die Welt in meinem Kopf nicht entstehen lassen, ganz im Gegensatz zu einem Buch.
2 comments ↓
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[...] eine oder andere Interview mit mir gab es ja schon, nun gibt es ein weiteres auf eint.de - Adsense, [...]
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