Probloggerworld - BlogGeViewT

Wie bist zu dazu gekommen, dass du ein Blog gemacht hast?

Faszination! Es gibt Momente im Leben, da macht es klick und man weiß, daß das genau das ist, was man schon immer machen wollte. So war es bei mir.

Viele meiner Interessen und Leidenschaften lassen sich mit dem Wort Blog zusammenfassen. Schon seit Mitte der 90er habe ich Homepages ins Internet gestellt. Schreiben war schon immer eine Passion, ich schrieb stets häufig und viel. Mit anderen Gedanken und Ideen austauschen war jenes Element, das mich von Anfang an ans Internet fesselte. Alles in allem sind das wesentliche Bestandteile des Bloggens, die mich zum Bloggen gebracht und aus mir einen Blogger gemacht haben.

Wieso hast du dich mit Wordpress befasst?

Ich hatte mich mit ca. 40 CMS und Blog-Systeme angesehen. Ursprünglich wollte ich einen Blog auf Basis von Joomla aufbauen. Das war dann aber doch mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Zu Wordpress kam ich, da es viele bereits erfolgreiche Blogs einsetzten und es trotz des Open-Source-Hintergrundes einen sehr professionellen Eindruck machte und nur so vor Leidenschaft und Humor der Entwickler strotzte.

Letztlich sah ich auch eine Parallele zu Linux und Firefox, beides ambitionierte Open-Source-Gewächse. Vom FireFox her kannte ich die Vorzüge der Plugins und wußte daher um den Nutzen eines für Entwickler offenes Systems, das die Kreativen unter den Programmierern zu immer neuen mal mehr mal weniger hilfreichen Plugins für Wordpress beflügeln würde. Ähnliches gilt auch für die Themes.

Deshalb gab ich Wordpress den Vorzug vor etwa MovableType. Zu Beginn mag MT etwas anspruchsvoller erscheinen, doch ist da bald Ende der Fahnenstange, denn mit Plugins ist da nicht wirklich viel los.

Deine Meinung über Wordpress? Die beste Blogsoftware?

Für meine Bedürfnisse schon. Je nach Standpunkt kann man die Stärken oder Schwächen betonen. Reizvoll an Wordpress sind einfach die Plugins.

Ich denke, daß zu Blog-Enthusiasten auch begeisterte Entwickler gehören. Die Identifikation mit dem System, also Wordpress, auf dem Blogs entstehen, durch ebenfalls dem Open-Source-Gedanken frönende Entwickler trägt zu der sympathischen Grundstimmung unter den Bloggern bei.

Bist du Plugin süchtig?

Wer ist das nicht, angesichts der Auswahl und überbordenden Vielfalt, die täglich wächst? :)

Ich habe ca. 35 Plugins in jedem meiner Blogs laufen. Alle folgen aber einem Zweck und sind nicht als Ausdrucksmittel eines Spielfimmels gedacht. 20 zusätzliche Smileys fürs Kommentarsystem bewerkstelligt durch ein weiteres Plugin finden sich bei mir nicht.

Manche dienen administrativen Zwecken, andere zur Verwaltung und wiederum andere dazu, den Nutzen meines Blogs für die Leser zu erhöhen.

Auch probiere ich häufig neue Plugins aus. Manche verschwinden aber auch wieder. Wichtig ist der praktische Nutzen.

Wie wird es mit deinem Blog weitergehen? Änderungen geplant in der Zukunft?

Zunächst einmal erzähle ich, was sich garantiert nicht ändern wird, nämlich der motivierende Grundton von ProBloggerWorld, der jeden Blogger und solche, die es noch werden wollen, beflügeln soll, wird auf alle Fälle bleiben. :)

ProBloggerWorld ist mein jüngstes Projekt und ich bin wirklich überwältig ob des Zuspruchs und der Entwicklung. Es läuft genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich wollte stets Feedback und Anregungen in Gestalt von Kommentaren haben, um ein fruchtbares Zwiegespräch anzustoßen, denn ich bin der festen Überzeugung, daß ich von jedem Leser etwas lernen kann. So kam es dann auch und das freut mich sehr. Ohne meine Leser ginge nichts.

Diese Erfahrungen, Tips und Hinweise weiß ich sehr zu schätzen und versuche sie entsprechend der Möglichkeiten im Rahmen der Blog-Währung namens Links auch zu honorieren, indem ich so oft es geht auf die Blogs und Kommentare Dritter verlinke, die sich an meinem Blog beteiligen.

Geplant ist, die gegenwärtige Posting-Frequenz von mindestens 3 Postings pro Tag aufrechtzuerhalten und eher noch aufzustocken. Im Bereich des professionellen Bloggens gibt es derart viele Themen, die es abzudecken gilt, daß man mit einem Posting pro Tag nicht hinkommt. Auch ändern sich viele Dinge rasch, etwa vieles, was mit Google zusammenhängt, also die AdSense-Policy, die Such-Algorithmen usf.

Weiterhin setze ich auf meine konkreten Erfahrungen aus der Blogosphäre im allgemeinen und meiner Blogs im speziellen und versuche nicht, den Blog steril mit abstrakten Floskeln wie man dies und jenes zu machen habe, um Erfolg und Spaß beim Bloggen zu haben, zu füttern. Das hilft niemandem und hiervon gibt es bereits zu viele Blogs, die aus meiner Sicht diesem Fehler verhaftet sind. Mich interessieren die Geschichte und die Erfahrungen jedes einzelnen, wie er konkret eine Sache gemeistert hat. Lehrbuchmeinungen sind für mich nur hierbei nur insofern von Bedeutung, als daß sie sich praktisch bewährt haben müssen, am besten anschaulich bei einem meiner Blogs.

Gastkommentatoren möchte ich gerne einbinden und es laufen bereits vielversprechende Gespräche mit Top-Leuten, die ich sehr schätze. Auf deren Beiträge freue ich mich schon sehr.

Der Blog soll sich erst einmal entwickeln und dann werde ich entsprechend Stärken und Schwächen resümieren.

Wie kommst du auf das Design - was verbindet dich damit

Interessante Frage. :) Ich habe nicht die Erfahrung und zu wenig Kenntnis, um ein eigenes Theme auf die Beine zu stellen. Aus diesem Grunde suchte ich ein wenig herum in Theme-Sammlungen, also bei Leuten, die es drauf haben. Konkrete Auswahlkriterien waren für mich Übersichtlichkeit, Einfachheit und gute Raumaufteilung. All dies sehe ich im gegenwärtigen Theme, welche den Namen TypoXP trägt und von Sunaryo Hadi entwickelt worden ist, sehr gut verwirklicht. Meinen Dank an dieser Stelle an Sunaryo!

Wie bist du auf den Namen bzw. die Url gekommen?

Zu meiner Zeit als Top-Spieler des Spiels Age of Empires: The Age of Kings/The Conquerors zu Beginn dieses Jahrtausends entwickelte sich das sogenannte ProGaming, also das Professional Gaming, das in Gestalt der Gründung der WorldCyberGames seinen Ausdruck fand, an welchen wiederum die sogenannten ProGamer teilnahmen.

Ähnliche Assoziationen hatte ich auch, als ich darüber nachdachte, einen an den Bedürfnissen ambitionierter Blogger, und solche, die es werden wollen, ausgerichteten Blog auf die Beine zu stellen. Belegt war der Name problogger.net schon, was mich aber nicht abhielt, bewußt ebenfalls den Titel ProBlogger in der URL als eine Art Lebensweise einzubauen. Recht schnell kam ich dann auf ProBloggerWorld.

Schreibst du täglich komme was wollte oder sagst du auch…ne heute mal nix schreiben

Die Gretchen-Frage. :)

Es variiert nach Blog. Bezogen auf ProBloggerWorld verhält es sich so, daß ich mir zum Ziel gesetzt habe, täglich mehrere Postings zu veröffentlichen. Dem Gedanke des Professional Bloggings sehe ich mich insofern verpflichtet. Deswegen ist es so, daß ich auch an Tagen, wo ich mal nicht so motiviert bin, auf die Zähne beiße und schreibe oder auf Vorratsartikel zurückgreife, die ich bereits vorfabriziert habe und nur noch einzustellen brauche.

Ein wenig sehe ich ProBloggerWorld als mein Baby im Wortsinne an. Wer ein Kind, zumal ein Baby, hat, muß sich um es kümmern, ob er gerade Lust hat oder nicht. Umgekehrt dankt es einem das Baby auch auf seine Weise. Und hierfür ist es auch wert, zu schreiben.

Außerdem tragen die schwächeren Tage auch dazu bei, viel über sich selbst zu lernen. Die Bewältigungsstrategien sind hierbei sehr interessant.

Würdest du nochmal von Vorne anfangen? Warum? Warum nicht?

Die berühmte Würdest-Du-es-wieder-tun?-Frage? Für alle meiner aktuellen Blogs lautet die Antwort ganz klar ja. Zu schön sind einfach die Erfahrungen, die ich mit ihnen sammeln konnte und noch sammeln werde, als daß ich sie missen möchte.

Klar ist zu Beginn jedes Blogs die Herausforderung sehr groß, auch auf entsprechend erwünschte Besucherzahlen zu kommen. Bei mir ist ja gerade die Besonderheit, daß ich mehrere Blogs (2 + 1, der am 1. Mai an den Start gehen wird) alleine betreue, während in Blog-Deutschland noch der Einzelblog vorherrscht.

Ich könnte mich niemals hinsetzen, mir auf die Schulter klopfen und sagen, so René, jetzt läuft der Laden, jetzt machst Du nur noch gerade so viel, daß der Betrieb halbwegs weiterläuft.

Bloggen ist für mich gelebte Leidenschaft, Berufung eben. Dieses Gefühl möchte ich zu unterschiedlichen Themen meiner unterschiedlichen Blogs auch in die weite Welt hinaustragen.

Hast du irgendwelche Vorbilder, die dich zum Bloggen angeregt haben?

Indirekt war es Steve Pavlina. Indirekt deshalb, da er weder wirklicher Auslöser war noch Blog-Idol, sondern eher eine geistige Verwandtschaft zwischen uns bestand, die mich letztlich dazu brachte, mittels des Bloggens meine Ideen zu verwirklichen und meiner Passion fürs Schreiben als auch meiner Sichtweise der Menschen und der Welt Ausdruck zu verleihen.

In ihm sah ich zum Teil verwirklicht, was ich auch machen wollte. Seit ein paar Jahren schon lese ich ähnlich wie er viele Bücher aus dem Bereich Self-help/Personal Development und es ist extrem motivierend und beflügelnd.

Ich habe mir von so ziemlich jedem Blogger etwas abgeschaut in dem Sinne, als daß ich mich mit der Arbeit jedes Blogs, den ich besucht habe, bewußt auseinandergesetzt habe. Ich denke, daß es keiner Vorbilder bedarf. Jeder sollte und muß seinen eigenen Stil finden, auch wenn man in thematisch ähnlichen Bereichen bloggt. Man sollte vielmehr in sich hineinhören und sich fragen, wer inspiriert und motiviert mich am meisten? Welche Blogs tun mir gut, ganz gleich über was geschrieben wird?

Vorbilder lassen aus meiner Sicht eine Person eher erstarren und in die Passivität abgleiten, da Idole auf einem Podest stehen. Dort gehören sie aber nicht hin. Von jedem Menschen kann man etwas lernen. Nackt sehen alle Menschen gleich aus, jedes Individuum ist wichtig. Ich sehe mich demzufolge Ideen und Gedanken verpflichtet, die in Menschen ihren Ausdruck finden, nicht aber Menschen selbst. Beim Bloggen wollte ich auch niemandem nacheifern, sondern meinen Rhythmus, mein Thema finden. Zu Testzwecken führte ich daher ca. 6 No-Name-Blogs, bis ich dann mit meinem Depressionsblog zum erstenmal einen Blog fand, der sich mit meiner Vorstellung deckte.

Sagt dir A-B-C-Blogger was? Blogst du für dich oder für andere?

ABC? ;)

Ähnlich wie der Vorbild-Frage sehe ich auch die ABC-Blogger-Frage differenziert. Klassifikationen dieser Art sind, um es mit einem treffend beschreibenden englischen Begriff zu formulieren, self-limiting believes, also Entwicklungsbremsen, die man sich selbst einimpft.

Entweder, man ist Blogger oder nicht. Für mich gibt es keine A-, B- oder C-Blogger, sondern nur Blogger. A-Blogger beschreibt man zumeist anhand ihres Traffics. Nicht jeder Blog aber wird ein Traffic-Monster abgeben können.

Auch hier verweise ich wieder auf das zum Thema Vorbild Gesagte, daß ich mich Ideen verpflichtet sehe, denen ich persönlich mehr Aufmerksamkeit schenken möchte. Als Erfolgskriterium für meinen Depressionsblog formulierte ich, daß sich der Blog lohne, solange er auch nur einen Leser fände.

Ich denke weniger in Zahlen, sondern achte auf meine Gefühle. Und ich fühle mich glücklich, wenn ich mir meine Blogs ansehe. Ich mag sie auch, ich würde sie selbst lesen.

Für mich ist das Feeling wichtiger, als nackte Zahlen. Hoher Traffic ist selbstverständlich etwas Schönes und auch ich strebe danach. Doch ziele ich nicht darauf ab, mich als A-Blogger bezeichnet werden zu können, noch von irgend jemand sonst. Vielmehr geht es mir darum, anderen einen Vorschlag zu unterbreiten, in meine Blogs reinzuschauen und zu sehen, ob was darunter ist, daß ihnen etwas gefällt. Bloggen für eine Statistik bringt es aus genannten Gründen meiner Meinung daher nicht.

Werden wir von dir mal einen Podcast zu hören bekommen? Bzw wie bist du auf die Idee gekommen?

Das dauert noch ein Weilchen, da bin ich mir sicher. Dieses Jahr wird das nichts mehr, wobei man nie Nie sagen sollte.

Im Moment habe ich jedoch alle Hände voll zu tun mit meinem 3 Blogs, so daß da keine Zeit bleibt, mich rhetorisch weiterzubilden und ein Podcast zu erstellen.

Dann bedanke ich mich für das Interview und wünsche dir noch viel Spaß.

Danke schön. Allen Bloggern wünsche ich viel Spaß und Erfolg mit ihren Blogs! :)

http://probloggerworld.de/

1 comment so far ↓

#1 ProBloggerWorld | Geld verdienen im Internet für Blogs und Blogger on 04.15.07 at 21:49

[...] anderem stellte er mir auch die Frage, was ich von der Einteilung in A-, B- oder C-Blogger halte und wo ich meine Blogs in Zukunft sehe [...]

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